Was bedeutet „Sachbezug“ überhaupt?
Normalerweise müssen Leistungen, die Sie von Ihrem Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt erhalten, versteuert werden. Das nennt man Sachbezug. Ein klassisches Beispiel ist der Firmenwagen: Wer ihn privat nutzt, muss einen Teil des Wertes als „fiktives Einkommen“ versteuern – das Netto-Gehalt sinkt dadurch.
Die Ausnahme: Das Handy ist steuerfrei
Beim Firmenhandy gibt es in Österreich eine erfreuliche Ausnahme. Die private Nutzung eines Mobiltelefons, das der Arbeitgeber zur Verfügung stellt, ist sachbezugsfrei. Das bedeutet für Sie: Ganz egal, wie viel Sie privat telefonieren, surfen oder Apps nutzen – es fallen dafür keine Lohnsteuer und keine Sozialversicherungsbeiträge an.
Warum lohnt sich das für Sie?
Das Firmenhandy ist damit eines der attraktivsten „Extras“, die ein Unternehmen bieten kann.
- Geldersparnis: Sie benötigen keinen eigenen privaten Mobilfunkvertrag mehr. Die Grundgebühr und die Gesprächskosten übernimmt die Firma.
- Keine Steuerlast: Im Gegensatz zu einer Gehaltserhöhung, von der nach Steuern oft nur die Hälfte ankommt, bleibt der Vorteil beim Handy zu 100 % bei Ihnen.
- Hardware-Vorteil: Sie nutzen oft ein moderneres, leistungsfähigeres Smartphone, als Sie sich privat vielleicht kaufen würden – ganz ohne Anschaffungskosten.
Gilt das auch für das Internet?
Ja! Wenn der Arbeitgeber die Kosten für das Datenvolumen übernimmt, ist auch das Surfen im Internet (selbst über Hotspots des Handys) in der Regel vom Sachbezug befreit. Das macht das Firmenhandy auch für den privaten Urlaub oder das Streaming zwischendurch interessant.
Was ist mit der privaten Nummer?
Viele Nutzer haben Angst, ihre gewohnte Nummer aufzugeben. Hier gibt es zwei Lösungen:
- Rufnummernmitnahme: Sie nehmen Ihre private Nummer einfach mit in den Firmenvertrag.
- Dual-SIM: Moderne Smartphones erlauben es, zwei Nummern gleichzeitig zu nutzen (z. B. via eSIM). So trennen Sie Geschäftliches und Privates auf nur einem Gerät.
Ein Gewinn für beide Seiten
Nicht nur Sie sparen Geld, auch für den Arbeitgeber ist das Modell attraktiv. Er kann die Kosten für das Handy und den Vertrag als Betriebsausgabe absetzen, während er Ihnen einen echten Mehrwert bietet, ohne die Lohnnebenkosten wie bei einer klassischen Gehaltserhöhung zu steigern.
Fazit
Das Firmenhandy mit privater Nutzung ist ein echtes „Win-Win“-Modell. Es ist eines der wenigen steuerfreien Privilegien in der Arbeitswelt und macht die Trennung von Job und Freizeit – bei gleichzeitigem Komfort – so einfach wie nie zuvor.